7 effiziente Marketing-Tipps für Online-Händler

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Ein Online-Shop, der die Käufer magisch anzieht und ohne Zutun gigantische Umsätze generiert? Das klingt natürlich traumhaft, ist aber leider meilenweit von der Realität entfernt. Wenn Sie mit Ihrem E-Commerce Business Erfolg haben wollen, dann sollten Sie unbedingt darüber nachdenken, wie Sie Ihren Shop am besten vermarkten können. Dass es hierfür nicht zwangsläufig die umfassende (und ziemlich teure) Marketing-Strategie sein muss, zeigt Ihnen der nachfolgende Beitrag. Darin verraten wir Ihnen sieben effektive Marketing-Tipps für Online-Händler, die Sie auch ohne großes Expertenwissen umsetzen können.

7 effiziente Marketing-Tipps für Online-Händler

Tipp #1:
Seien Sie auf Instagram aktiv

Natürlich kann gesagt werden, dass Social Media im Allgemeinen jede Menge (kostenlose!) Marketing-Möglichkeiten für Online-Händler bietet. Doch bringen Facebook und Co. auch immer einen riesigen Nachteil mit sich: Sie fressen extrem viel Zeit, die unter Umständen sinnvoller genutzt werden kann. Für Sie als vielbeschäftigten Online-Händler bedeutet das, dass Sie die Kanäle, die Sie bespielen wollen, stets sorgfältig auswählen sollten. Unsere persönliche Empfehlung für Sie lautet: Instagram.

Die Bilder und Video-Plattform legt den Fokus vollständig auf das Visuelle. Da die App fast ausschließlich per Smartphone genutzt wird und auf dem Bildschirm immer nur ein Foto Platz hat, entfallen außerdem die Ablenkungen, die insbesondere auf Facebook allgegenwärtig sind. Beste Voraussetzungen also, um Ihre Produkte wirkungsvoll in Szene zu setzen und möglichst viel Aufmerksamkeit dafür zu bekommen.

Ein weiterer Aspekt, der deutlich für Instagram als Marketing-Kanal für E-Commerce Unternehmen spricht, ist die sogenannte Shoppable Organic Posts-Funktion. Diese wird zwar aktuell nur in den USA getestet, doch kann davon ausgegangen werden, dass sie in den kommenden Monaten auch nach Deutschland kommt.

Wer nicht auf dieses Feature warten will, kann schon jetzt eine ähnliche Funktion für bezahlten Instagram-Content nutzen. Wenn Sie eine Anzeige auf der Plattform schalten, haben Sie die Möglichkeit, gewisse Produkte zu verlinken und den User dadurch direkt auf Ihren Shop zu leiten.

Tipp #2:
Bauen Sie eine E-Mail-Liste für Newsletter auf

Die einen sagen, der Newsletter hätte längst ausgedient, die anderen schwören nach wie vor auf diesen Marketing-Kanal. Fakt ist: Der Newsletter ist das, was Sie daraus machen. Wer die Abonnenten beispielsweise wöchentlich mit nichtssagenden E-Mails bombardiert, nur um sich ins Gedächtnis ehemaliger Kunden zu rufen, der macht sich mit großer Wahrscheinlichkeit keine Freunde. Wenn Sie den Newsletter hingegen punktuell einsetzen und damit unter anderem auf attraktive Rabatt-Aktionen verweisen, entfaltet sich eine gänzlich andere Wirkung.

Tipp #3:
Setzen Sie auf Affiliate-Marketing

Das Prinzip des Affiliate-Marketings sollte mittlerweile jedem Online-Händler bekannt sein. Falls Sie mit dem Begriff bisher nichts anfangen konnten, soll er an dieser Stelle kurz erklärt werden:

Affiliate oder auch Empfehlungsmarketing sieht vor, dass Personen (vorrangig handelt es sich hierbei um Blogger und sogenannte Influencer) online mithilfe von einem speziellen Link auf ein Produkt verweisen – es also empfehlen. Klickt ein Nutzer auf diese Link und schließt er einen Kauf (in Ihrem Online-Shop) ab, erhält der, der den Link geteilt hat, eine kleine Provision von Ihnen. Sie wiederum profitieren vom gesteigerten Umsatz durch das Empfehlungsmarketing.

Der große Vorteil vom Affiliate-Marketing ist, das beide Seiten nur wenig Aufwand haben und trotzdem im großen Umfang davon profitieren. Während die „Empfehler“ ein nettes Nebeneinkommen generieren, dürfen Sie sich auf viele neue Shop-Besucher freuen, die nicht selten auch den Warenkorb füllen.

Wenn Sie als Online-Händler von solchen Empfehlungen profitieren und entsprechende Affiliate-Links bereitstellen wollen, müssen Sie sich an einen externen Anbieter wenden. Eine kurze Internet-Recherche wird Ihnen dabei behilflich sein, ein passendes Affiliate-Programm auszuwählen.

Tipp #4:
Nutzen Sie Feiertage und Traditionen für Aktionen

Wirft man einen Blick in den Kalender, so kann man schnell feststellen, dass das Jahr gespickt ist von Feiertagen, Traditionen, großen Sportereignissen und anderen Anlässen, die es wert sind, zelebriert zu werden. Eine Übersicht der wichtigsten (Feier-)Tage für Online-Händler haben wir Ihnen in diesem Beitrag zusammengestellt.

Das Schöne an diesen Tagen: Sie sind ideale Aufhänger für Rabatt-Aktionen und andere Marketingmaßnahmen. Man muss nur wissen, wie man sie optimal einsetzt und damit einen Nerv bei den Käufern trifft. Das sogenannte Content Marketing, das weiter unten im Beitrag noch etwas genauer beleuchtet wird, ist Ihnen dabei behilflich, diese Aufgabe zu meistern.

Tipp #5:
Lassen Sie Ihren Shop zertifizieren

Mehr als die Hälfte aller Online-Einkäufer achtet bei der Wahl eines Shops darauf, ob dieser zertifiziert ist (Quelle). Das bedeutet im Umkehrschluss: Liegt keine Zertifizierung vor, ist das ein Grund, den Shop wieder zu verlassen und in einem anderen einzukaufen.

Gütesiegel und Co. haben eine ausgesprochen positive Wirkung auf Onlineshop-Besucher. Sie suggerieren ihnen, dass die Internetseite seriös ist und man hier bedenkenlos und nach Herzenslust einkaufen kann. Fehlt die Zertifizierung, erweckt das häufig den Verdacht, man habe es mit einem zwielichtigen Shop zu tun, der im schlimmsten Fall von Gaunern geführt wird und Teil einer groß angelegten Betrugsmasche ist.

Natürlich übertreiben wir ein bisschen, doch sollte dadurch klar geworden sein, wie sich eine Zertifizierung Ihres Online-Shops auf Ihre Wahrnehmung nach außen auswirken kann. Damit sich die Kosten für die Prüfsiegel in Grenzen halten, sollten Sie unbedingt auf Klasse statt Masse setzen. In letzter Zeit hat sich eine Art Trend etabliert, der mit den Worten „Mehr ist mehr“ umschrieben werden kann. Das bedeutet: Viele Onlineshop-Betreiber brüsten sich mit Qualitäts- und Gütesiegeln als wären es militärische Orden. Dass der Otto-Normal-Käufer mit den meisten Labels kaum etwas oder auch gar nichts anfangen kann, rückt dabei in den Hintergrund.

Unzählige Gütesiegel sorgen nicht nur für Verwirrung beim Käufer, sondern auch für ein großes Loch in der Kasse. Überlegen Sie sich daher ganz genau, welche Siegel für Ihren Shop sinnvoll sind und bis zu welchem Punkt Ausgaben und Einnahmen in einem lukrativen Verhältnis zueinander stehen.

Tipp #6:
Befassen Sie sich mit Suchmaschinenoptimierung

Suchmaschinenoptimierung (oder kurz: SEO) ist zwar streng genommen keine Marketing-Maßnahme, aber dennoch eine ausgezeichnete Möglichkeit, um Ihre Umsätze zu steigern. Ihr Geheimnis: Durch clevere Optimierung Ihres Onlineshops gelangen mehr Nutzer bei entsprechenden Suchanfragen auf Ihrer Seite. Wie genau SEO für Online-Shops funktioniert, würde den Rahmen dieses Beitrags definitiv sprengen. Allerdings sind dazu zahlreiche Informationen im Internet und in Büchern zu finden.

Unter Tipp: Beschäftigen Sie sich selbst mit SEO, da nicht alle Anbieter seriös sind. Dadurch bringen Sie sich in die Lage die richtigen Optimierungen selbst vorzunehmen und können Dienstleister besser auswählen. Es wird hierzu höchstwahrscheinlich im Laufe der kommenden Monate einen separaten Blogartikel geben.

Tipp #7:
Profitieren Sie vom Content-Marketing

Last but not least wollen wir in diesem Beitrag über Marketing-Tipps für Online-Händler auch auf das noch recht junge Content-Marketing eingehen. Das englische Wort Content bedeutet ins Deutsche übersetzt nichts anderes als Inhalt. Beim Content Marketing geht es also darum, durch clever produzierte und platzierte Inhalte Aufmerksamkeit zu generieren und bestenfalls Nutzer in Käufer zu verwandeln. Doch was bedeutet das konkret?

Die wohl bekannteste „Form“ des Content-Marketings haben Sie gerade vor Augen: Einen Unternehmensblog, auf dem regelmäßig spannende und relevante Themen mit Mehrwert bereitgestellt werden. Was im Falle eines Softwareentwicklers funktioniert, kann selbstverständlich auch Ihnen als Onlineshop-Betreiber zugutekommen.

Übrigens: Ein Unternehmens- beziehungsweise Corporate Blog ist Ihnen auch bei der Suchmaschinenoptimierung behilflich.

Ein Blog allein macht jedoch noch keine Content-Strategie aus. Wenn Sie über Inhalte Kunden für Ihren Shop gewinnen wollen, sollten Sie die nötige Portion Kreativität mitbringen. Anbei finden Sie ein paar Beispiele, die Ihnen zeigen, wie vielseitig Content Marketing sein kann.

  • Infografiken zu Themen wie „Warum feiern wir Valentinstag?“, „Wie viel Umsatz generieren Online-Shops in der Vorweihnachtszeit?“ oder „In X Schritten zum perfekten Geburtstagsgeschenk“ erstellen
  • Instagram Stories (eine spezielle Funktion von Instagram) produzieren, um einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen, exklusive Previews zu neuen Produkten anzubieten oder das Team des Shops vorzustellen
  • YouTube-Tutorials drehen, die die Funktionsweise bestimmter Produkte erklären
  • Pinterest-Grafiken erstellen und zeigen, wie ein Produkt genutzt/inszeniert werden kann

Wie Sie sehen, ist Content Marketing meist abhängig von verschiedenen sozialen Netzwerken. Es ist jedoch wichtig, es vom Social Media Marketing abzugrenzen und als eigenständige „Disziplin“ zu betrachten.

Der wohl wichtigste Aspekt beim Content Marketing ist, dass Sie den Nutzern Inhalte bereitstellen, die entweder unterhalten, informieren oder weiterbilden. Eine erfolgreiche Content-Strategie schafft einen Mix aus diesen drei Optionen und bietet dadurch maximale Abwechslung.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, Marketing für Online-Shops zu betreiben. Wichtig ist, dass Sie sich genau die Maßnahmen herauspicken, die am besten zu Ihnen passen und den maximalen Erfolg mit sich bringen. Woher Sie wissen, welche das sind? Durch ausprobieren! Es gibt keine vorgefertigten Marketing-Strategien für E-Commerce-Unternehmen. Die passenden Maßnahmen sind genauso individuell wie Ihr Shop.


Über Daniel Peters

Daniel Peters

Ich helfe E-Commerce-Agenturen und Online-Händlern Stolperfallen beim Verbinden von IT-Systemen (wie etwa Warenwirtschaften) mit dem Onlineshop zu vermeiden.

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